“In the future, recruiters will look more and more like HR business partners.”
Der Dezember ist traditionsgemäß ein Monat, in dem wir das zu Ende gehende Jahr reflektieren und die Trends des kommenden Jahres in den Blick nehmen.
Unter den vielen Recruiting Trends, die durchs Netz kursieren, möchte ich drei hier betonen.
Kandidatennetzwerke im Executive Search
Recruiter haben den direkten Draht zum Markt. Ich selbst führe Gespräche mit großartigen Kandidatinnen und Kandidaten. Aber die Wirtschaftslage ist volatil. Stellen in strategisch wichtigen Positionen werden trotz sorgfältiger Planung und Absprache ab und an auf den letzten Metern doch nicht besetzt.
Alle Mühe vergebens? Keineswegs – denn hier lohnen sich Netzwerke. Sowohl zu den Unternehmen wie auch zu den potenziellen Mitarbeitenden gilt es stabile Beziehungen aufzubauen. Aus diesen qualitativ hochrangig besetzten Netzwerken kann ich im Idealfall im passenden Moment die Stecknadel aus dem Heuhaufen ziehen. Recruiting ist kein „Einmaljob“ sondern ein konstanter und nachhaltiger Prozess. So rechnen sich hochwertige Verfahren für alle Beteiligten!
Gehaltstransparenz – zumindest „light“
Das Entgelttransparenzgesetz hat bisher in Deutschland noch kaum dazu geführt, dass mehr über Geld geredet wird – zumindest nicht, wenn es um Gehälter geht. Aber die Erwartungen der Kandidatinnen und Kandidaten an die Unternehmen sind gestiegen und werden es auch weiter tun. Das Gehalt ist mehr denn je eine strategische Entscheidungskomponente. Und zwar nicht allein die monetäre Vergütung, sondern auch zahlreiche nicht monetäre Vergütungsbestandteile. Transparenz wird erwartet und gleichzeitig werden Gehaltsgefüge noch komplexer. Ein Trend, der erheblichen Einfluss auf meine Beratungs- und Vermittlungsleistung haben wird.
Besonders aufgefallen aber ist mir die eingangs zitierte These:
Recruiter werden zunehmend strategische Partner
Bisher galten Personalvermittler als Auftragsverarbeiter. Aber das ist vorbei. In der kommenden Zeit wird die Personalbeschaffung zunehmend als strategische Aufgabe anerkannt werden. Von Recruitern wird erwartet, dass sie Perspektiven einbringen, agil agieren und den Weg nach vorne weisen. […]
Recruiting (und damit erst recht Executive Search) wird kreativer und komplexer werden, da die meisten administrativen und routinemäßigen Aufgaben automatisiert werden. Es wird weniger um die Ausführung und mehr um die Talentstrategie gehen. Die Recruiter werden dafür verantwortlich sein, die Bedürfnisse der Personalverantwortlichen zu antizipieren, ihre Probleme zu lösen und Chancen für sie zu erkennen.
Mit diesem Bild kann ich mich sehr gut anfreunden – vielmehr sehe ich mich als genau ein solcher Partner meiner Auftraggeber.
Active Sourcing braucht beides: Spürsinn und System
Active Sourcing ist Ermittlungsarbeit. Genau deshalb passt das Bild so gut: Der menschliche Detektiv als Sherlock Holmes – unterstützt von KI in der Rolle von Dr.
Recruiting füllt Rollen. Strategisches Recruiting formt Zukunft.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und technologischen Unsicherheiten im Jahr 2026 stellen insbesondere mittelständische Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen: Digitalisierung, KI-Automatisierung, Effizienz- und Innovationsdruck verändern Geschäftsmodelle und Arbeitsweisen
Stillstand ist Rückschritt
Das gilt im Recruiting genauso wie in jeder anderen Branche. Deshalb erweitere ich ab Oktober mein Beratungsgeschäft. Neben Executive & Specialist Search biete ich künftig

